Treuhandstiftung

"Ich bin sicher, dass sich meine Großmutter und meine Mutter ebenso freuen würden wie ich, dass die Christoffel-Blindenmission drei Basiszentren für Augengesundheit in Sierra Leone errichtet und Menschen hilft ihr Augenlicht zu erhalten oder wieder zu erlangen. Und dass diese Stiftung die Erinnerung an meine Großmutter aufrechterhält, indem sie ihren Namen „Wally Steinecker” trägt."

Brigitte Meyer, Stifterin der Wally Steinecker Stiftung, Stuttgart


Der Klassiker

Die treuhänderische Stiftung – auch unselbständige Stiftung genannt – ist die gängigste Stiftungsform in Deutschland. Sie unterscheidet sich von der rechtsfähigen Stiftung dadurch, dass sie gewöhnlich für ihre Geschäftsführung die Verwaltungsorganisation eines rechtsfähigen Trägers – nämlich des Treuhänders – in Anspruch nimmt.

 

Der Treuhänder wird mittels Treuhandvertrag rechtlich verbindlich für die treuhänderische Stiftung tätig und verwaltet das Stiftungsvermögen getrennt von seinem eigenen Vermögen gemäß den Satzungsbestimmungen der Treuhandstiftung.

Mit Abschluss des Vertrages ist die Treuhandstiftung entstanden. Anders als die rechtsfähigen Stiftungen entstehen Treuhandstiftungen ohne staatlichen Mitwirkungsakt und unterstehen auch nicht der Kontrolle der Stiftungsaufsicht. Sie sind jedoch – wie rechtsfähige Stiftungen auch – dazu verpflichtet, Steuerklärungen abzugeben und dem Finanzamt die satzungsgemäße gemeinnützige Mittelverwendung nachzuweisen. 

 

Die Rechtsform der Treuhandstiftung ist in der Regel das richtige Instrument für Stifterinnen und Stifter, die ihr Vermögen einem festgeschriebenen Zweck auf Dauer widmen wollen, ohne dafür eigens eine selbständige Organisationsstruktur schaffen zu müssen. Eine Treuhandstiftung genießt dabei die gleichen steuerlichen Vorteile wie eine rechtsfähige Stiftung.