Verbrauchsstiftung


Effektiv von Anfang an

Wie der Name Verbrauchsstiftung schon nahe legt, ist diese spezielle Stiftungsform nicht auf ewiglichen Fortbestand ausgelegt. Bei Stiftungsgründung wird ein Zeitraum von mindestens 10 Jahren definiert, in welchem das gesamte Stiftungsvermögen zur Erfüllung des Stiftungszwecks ratierlich aufgebraucht wird.

 

Das bietet den großen Vorteil, dass der Stiftung schon von Anfang an Vermögen für Projektförderungen zur Verfügung steht. Darüber hinaus lässt sich durch den vorgegebenen Zeithorizont die Finanzierung von Projekten und Vorhaben exakt steuern. Das macht die Verbrauchsstiftung zum idealen Modell für Stifterinnen und Stifter, die ein bestimmtes Thema zeitnah und effektiv anpacken wollen, ohne dass die gesamte Vermögensmasse auf Anhieb investiert werden muss. Auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Situation an den Finanzmärkten mit anhaltend niedrigem Zinsniveau werden Verbrauchsstiftungen eine zunehmend interessante Alternative zu herkömmlichen Stiftungsformen. 

 

Zu beachten gilt, dass Stifterinnen und Stifter von Verbrauchsstiftungen nicht den erweiterten Sonderausgabenabzug in Anspruch nehmen können. Immer häufiger wird jedoch von den Stiftungsbehörden bei Stiftungsvermögen von weniger als 500.000 EUR die Alternative der Verbrauchsstiftung empfohlen. Eine Verbrauchsstiftung ist sowohl in Form einer rechtsfähigen als auch in Form einer treuhänderischen Stiftung möglich.